Dichterwettstreit auf der Burg

Hessens größter Open Air Poetry Slam


Seit über 4 Jahren wird einmal im Monat im kuenstlerhaus43, in Zimmertheater-Atmosphäre geslammt. Einmal im Jahr geht es dann auf die Burg Sonnenberg. Bei Hessens größtem Open-Air-Poetry Slam, in großartiger Kulisse, gibt es ein spektakuläres Feuerwerk der Worte. Die Poeten sind die Top-eight der monatlichen Slams im kuenstlerhaus43 sowie viele Teilnehmer der Landesmeisterschaften und Deutschen Meisterschaften der letzten Jahre. Sie messen ihre Künste auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Dabei darf gelacht, geweint und nachgedacht werden, wenn es heißt:  Bühne frei!
8 Poeten haben 7 Minuten Vortragszeit bis zum wahren Champion.


Poetry Slam ist die modernste Form des Vortragens von Gedichten und Geschichten. Die Raffinesse dabei: Die Teilnehmer stehen in einem Wettkampf und haben nur ein Mikrophon und ausschließlich selbstverfasste Texte zur Verfügung – mehr ist nicht erlaubt. - Eine Reihe für Junge und Junggebliebene.


Lasst Euch in ihren Bann ziehen und seid dabei, wenn das Publikum johlt und die Stimmung überkocht! Es moderiert Wolfgang Vielsack, Musik kommt von der fantastischen Olga Zaitseva (Gesang & Geige) sowie dem wunderbaren Marek Herz (Gitarre). // Foto: Frau Eva


LineUp:

Artem  Zolotarov // Mainz

Zwergriese // Essen

Hoffi // Karlsruhe

Thorsten Zeller // Friedberg

Lea Weber // Wetterau

Grollinger von Groll // Frankfurt

Dominik Rinkert // Karben


Poetry Slam bei Mondschein
Lea Weber siegt im Finale gegen Artem Zolotarow

[Wiesbaden] Sieben Slammer aus der halben Republik kommen zum 3. Open-Air-Poetry-Slam, dem Dichterwettstreit auf der Burg Sonnenberg, im Rahmen der 7. Sommerfestspiele Wiesbaden. Allesamt Champions monatlichen Slam im kuenstlerhaus43 und viele Teilnehmer der Landesmeisterschaften.

In der Vorrunde beeindruckt Grollinger von Groll [Frankfurt] mit einem ehrlichen Text über Außenseiter, Zwergriese [Essen] zeigt mit Doppelsinn auf, dass es einen großen Unterschied gibt zwischen frisch verliebt und verheiratet und erklärt warum Männer und Frauen nicht zusammenziehen sollen. Hoffi [Karlsruhe] hält mit „Ich bin ich“, einen Text über die vielen Gesichter eines Menschen, dem Publikum den Spiegel vor.

Die Zwischenrunde wird von den „Wetterauern“ dominiert. - Eine sehr aktive Poetry Slam Szene übrigens, welche nächstes Jahr den Hessenslam ausrichten wird. Man darf gespannt sein. - Vertreten wird sie durch Lea Weber, Siegerin der U20 Hessenmeisterschaften von 2017 mit einem beeindrucken Text über eine Taubstumme mit Gebärdensprache, Thorsten Zeller [Friedberg], Halbfinalteilnehmer des diesjährigen Hessen Slams in Marburg, mit einer doppelzüngigen Hommage an Martin Luther „Hier stehe ich…“ und dem Nachrücker Dominik Rinkert [Karben], der mit einem witzigen, tiefsinnigen Text über den „Rat der Götter“ überzeugt und doch hauchdünn das Finale verpasst. Diesen dreien steht der Sieger der letzten zwei Jahren gegenüber: Artem Zolotarow [Mainz], der Landesmeister von Rhein-Landpfalz von 2015. Er zeigt mit einer berührenden Performance über den Boxer Mohamed Ali, warum er zurecht oft auf dem Podium steht.