Liebesbriefe an die Liebe selbst


Die tragisch-romantische Komödie aus Frankreich verspricht einen berührenden Theaterabend mit LiveMusik:


An der Nase des Mannes erkennt man seinen Joh…


Joha…hoho… wenn dem so ist, dann dürfte Degenheld Cyrano eigentlich nicht in Schwermut verfallen. Denn seine Nase ist ein famoser Gesichtserker. Und thront nicht ganz mittig im Gesichtsoval. Sie springt wie eine Urgewalt hervor. Mit solch nasalem Überfluß bleibt der Erfolg bei Frauen aus. Und Männern ist so ein Riechkolben Grund zu Spott. Doch Cyrano stellt seinem gigantischen Schnupperorgan einen Waffenschein aus und fordert die kleinrüssligen Gecken zum Duell.


Cyrano begehrt im Geheimen seine schöne Cousine Roxane. Bis der attraktive Christian auftaucht. Der hat viel an äußerer Optik zu bieten. Sein Gehirn arbeitet dagegen recht langsam. An Sonntagen befindet es sich sogar im Leerlauf.


Roxane verliebt sich unsterblich in Christian. Der kann ihr keine Liebesbriefe schreiben. Sogar ein Einkaufszettel wäre zuviel verlangt. Cyrano der Poet übernimmt hilfsbereit die Feder und formuliert für Christian Brief um Brief.

Briefe wie Schmetterlinge mit Worten… mit was für Worten… Briefe wie zitternde Sperlinge, die sich in Roxanes Herz einnisten… Liebt Roxane die schöne Hülle Christians oder die Seele Cyranos in den Briefen, die immer mehr ihr Leben bestimmen? Schmacht… seufz…

Degengeklirr, Gefühlsverwirr… wie wird alles enden? Mit einem Punkt? Mit einem Fragezeichen? Mit einem Tintenfleck wie Träne auf dem Papier? Akkordeonmelodien und Lieder für eine Frauenstimme klingen durch die Nacht. Die nie dunkel sein kann, wenn Liebe in den Herzen wohnt und alle Fenster ganz weit offen. Und eine große Nase nichts weiter ist, als das, was sie ist: Eine Nase. In einem geliebten Gesicht: Nie hässlich oder pompös. Eine Nase ist eine Nase ist eine Nase ist eine Nase…

Besetzung

Cyrano - Ulrich Sommer

Roxane - Sophia Carla Brocker
Christian - Oliver Wiedem
Graf Guiche - Sascha Stegner
Montfleury - Wolfgang Vielsack
Ragueneaux der Koch - Patrick Twinem
Sängerin - Sabine Gramenz
Musik - Annegret Cratz

Soldat - Rüdiger Burghard



Regie - Uta Kindermann

Bühnenbild - Jan Daniel & U. Kindermann & W. Vielsack

Choreografie / Fechten - Dominik Gierscher

Kostüme - Susanne Ehrhardt & Susanne Müller

Maske - Melanie Krombach

Dramaturgie - Susanne Müller

Licht/Ton - Faderfreaks

Cyrano de Bergerac